Schreibt ein Ende zu meiner Geschichte

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Jeder ist eingeladen, sein eigenes Ende zu meiner Geschichte um den Spieler Denis Kudalenko zu schreiben. Einfach hier Klicken:  Mitschreibgeschichte

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Fips und der Hausputz

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Fips und der Hausputz

Von Axel Baumgart (mit einer Zeichnung von Ute Petkelis)

 

Aufräumen ist schlimm, Saubermachen ist schlimmer, aber Hausputz ist grässlich. Wenn aber andere Hausputz machen, und man dadurch selber keine Ruhe mehr hat, dann ist das fast nicht zum Aushalten. Aber alles das hätte Fips gerne auf sich genommen, wenn er dafür den Tag gestern nicht hätte erleben müssen.

Fienchen war bei ihm gewesen, und sie hatten gemütlich bei Fips im Wohnzimmer gesessen, als es plötzlich dunkel wurde. Das war schon öfter passiert. Aber wie das bei den meisten Mäusen so ist, konnte sich auch Fips an manche Sachen, die gestern oder noch früher passiert waren, nur sehr schlecht erinnern. Und so glaubte er, dass es zum ersten Mal passierte. 

Er war ganz aufgeregt und Fienchen zitterte vor Angst. Es dauerte schreckliche, lange Minuten, bis Fips endlich die kleinen Kerzen gefunden hatte und es wieder etwas heller im Wohnzimmer war. Jetzt konnten die beiden Mäusefreunde auch sehen, warum es so dunkel geworden war. In der, oder besser vor der Öffnung, die das Wohnzimmer von Fips mit dem Wohnzimmer von Herr Müller verband, lag etwas. Sie konnten nicht genau erkennen, was es war, aber es verschloss den Ausgang völlig. 

Mutig sagte Fips: 

„ Ich werde mich einmal darum kümmern und nachsehen, was da los ist!“ 

Dann ging er auf dieses Ding zu. Aber mit jeden Schritt wurde Fips ängstlicher und dachte, dass er besser seinen vorlauten Mund gehalten hätte. Aber ausgerechnet vor Fienchen konnte er jetzt nicht zugeben, wie groß seine eigene Angst wirklich war. Also ging er tapfer weiter, bis er genau vor diesem Ding stand, was sich immer noch keinen Millimeter bewegte. Langsam streckte er seine Hand aus, berührte es ganz kurz, und rannte blitzschnell in die andere Ecke des Wohnzimmers. Das Ding bewegte sich nicht das kleinste Stück. Fienchen schaute Fips nur an und zuckte ratlos mit den Schultern. Etwas mutiger ging Fips wieder auf das Ding zu, und gab ihm einen kleinen Schups, der jedoch vollkommen ohne Wirkung blieb. 

Jetzt sammelte Fips seinen ganzen Mut zusammen, nahm einen großen Anlauf und rannte mit aller Kraft gegen dieses Ding an. Ja, es gab auch etwas nach, aber nur ein kleines Stück, um ihn dann mit dem ganzen Schwung wieder zurück ins Wohnzimmer zu werfen. Da saß Fips nun in seinem schlecht beleuchteten Wohnzimmer auf dem Po, schaute ratlos drein, und zu allem Überfluss musste Fienchen auch noch lachen. Fips fand das gar nicht komisch. Sie waren eingesperrt, er saß auf dem Boden auf dem Po und hatte keine Lösung. 

Bevor Fips richtig ärgerlich werden konnte, löste sich das Problem von ganz allein. Das Ding bewegte sich plötzlich zur Seite, und es kam wieder Licht durch die Öffnung. Fips und Fienchen blieben aber kaum Zeit um sich darüber zu freuen. Denn das große Verdunklungsding hatte nur Platz gemacht, damit noch etwas viel Schrecklicheres passieren konnte. Die beiden sahen durch die Tür hinaus in das Wohnzimmer von Herrn Müller. 

Dieser schob ein langes Rohr vor sich her über den Teppich. Vorne an dem Rohr war ein breites und flaches Ding. Es zischte und schnaufte sehr laut und schien einfach alles aufzufressen, was ihm im Weg lag. Hinten an dem Rohr war ein Schlauch, der zu einem schwer aussehenden roten Kasten mit einem irrsinnig langem Schwanz führte. Dieser rote Kasten hielt alles fest, was das Maul gefressen hatte, und gab es nicht wieder her. Dieses alles fressende, laute Ding kam jetzt genau auf das Wohnzimmer von Fips zu. Die beiden kleinen Mäuse konnten sich für einen Moment weder bewegen, noch einen klugen Gedanken fassen. Fienchen war es, die dann plötzlich laut rief: 

„Wir müssen hier raus, und zwar sofort. Laauuuuuuf!“ 

Ohne zu warten, sprintete Fienchen auf den Ausgang zu, und Fips hinterher. Aber das Maul des Ungeheuers war schon so nah am Ausgang, dass sie nicht beide auf der gleichen Seite entkommen konnten. Also rannte Fienchen links und Fips rechts am Maul des lauten Ungeheuers vorbei. Völlig außer Atem und immer noch am ganzen Körper zitternd trafen sie sich am Schwanz des Ungeheuers wieder. Die Gefahr aber war noch nicht vorbei. Das Ungeheuer bewegte sich vor und zurück und wechselte hin und wieder die Richtung, so dass die beiden immer noch nicht in Sicherheit waren. Sie schlüpften hinter den Zeitungsständer von Herrn Müller und beobachteten das Monster aus ihrem Versteck. Bei diese Gelegenheit sah Fips auch, was das Ding war, dass zuerst sein Wohnzimmer blockiert, und dann dem Monster den Weg freigemacht hatte: Es war ein Hausschuh von Herrn Müller. 

Fips hatte auch Hausschuhe, aber die waren dafür, dass Fips sie in seinem Haus anzog. Die Hausschuhe von Herrn Müller waren so groß, dass Fips ein komplettes Haus darin bauen konnte. Aber jetzt war keine Zeit, um darüber nachzudenken. 

Das Ungeheuer schien die beiden entdeckt zu haben, denn es kann genau auf sie zu. Sehr langsam, und möglichst leise krochen die zwei Freunde von dem Zeitungsständer weg, um sich unter dem Sofa von Herrn Müller zu verstecken. Hier, glaubten sie, waren sie eine Zeit sicher. Aber das war ein schrecklicher Irrtum. Das Monster in der Hand von Herrn Müller legte sich flach auf den Boden und kam mit schnaufend und zischend unter das Sofa gekrochen. 

Fips und Fienchen drückten sich mit dem Rücken fest an die Wand und bewegten sich auf Zehenspitzen langsam zur Seite. Das Monster schien sie nicht zu sehen. Bald waren sie am Ende des Sofas und mussten eine Entscheidung treffen. Sie konnten weiter unter dem Sofa bleiben und warten bis es dunkel wurde und sich dann auf den weiten Weg zu Fips’ Wohnung machen. Oder sie konnten ihr Herz in die Hand nehmen und versuchen, jetzt so schnell wie möglich zu Fips’ Wohnung zu laufen. Dabei mussten sie nur darauf achten, dass das Monster sie nicht sah. Sie schauten sich kurz an und es war klar, dass sie nicht den ganzen Tag unter dem Sofa verbringen wollten. 

Also blieb nur die riskantere Lösung. Leise zählte Fips: 

„ Eins …. Zwei … Drei!“ 

Auf drei rannten die beiden los wie die Feuerwehr. Einmal hätte das Monster sie fast bemerkt, hatte sich dann aber doch noch in eine andere Richtung gedreht. Nach Luft schnappend kamen sie endlich an. Sie hielten sich an den Händen und beobachteten ängstlich, wie das Monster den ganzen Boden absuchte. Als es endlich satt war, hörte das Schnaufen auf. Das Monster zog seinen langen Schwanz ein und folgte Herrn Müller, als dieser aus dem Zimmer ging. Die beiden Mäusefreunde waren sehr froh darüber und dachten, dass sie ein so spannendes Abenteuer noch nie erlebt hatten.

 

AB, Frankfurt a.M. 25.10.04

 

 


Ein neuer Schritt … ich bin jetzt Coach und Mediator

Dienstag, 4. März 2014

Neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit, meiner Freude am Schreiben von Kurzgeschichten (auch wenn hierfür seit langen viel zu wenig Zeit blieb) und meinen Sammelleidenschaften habe ich einen weiteren Schritt gewagt.

Ich habe im letzten Jahr eine Ausbildung zum Coach und Mediator absolviert und habe gestern meine Coaching- und Mediations – Homepage gestartet.

Ihr findet mich mich unter

www.axba-coaching.de

oder

www.axba-mediation.de

 


Zweimal sieben Minuten

Samstag, 26. September 2009

Folgende Kurzgeschichte habe ich für einen Wettbewerb eingereicht.  Sie wurde für die Buchveröffentlichung ausgewählt.  Leider kam das Buch nie zu Stande. Deshalb stelle ich sie nun in meinen Blog ein:

Zweimal sieben Minuten

Von Axel Baumgart

07:48 – Zum Glück ist die Karre angesprungen. Er kommt sowieso nicht mehr pünktlich. Scheiß Wecker. Scheiß Party gestern Abend. Scheiß Bier. Scheiß Kater. Jetzt bloß kein Stau. Da kommt die Müllabfuhr. Schnell. Das war eng. Das hätte ihm noch gefehlt. Hinter dem Müll-Laster her schleichen.

07:48 – Eine furchtbare Nacht. Es wäre nicht nötig gewesen, dass Andreas mitten in der Nacht seine Sachen packt und geht. Jetzt ist sie mit ihrer Tochter allein. Die Kleine lacht fröhlich in ihrem Kinderwagen und würde heute von ihrer Oma bestimmt verwöhnt werden. Den Rest des Beitrags lesen »


Der Bessermacher

Sonntag, 26. Juli 2009

Der Bessermacher
von Axel Baumgart

Willy Dreisler quält sich aus dem Taxi. Sein Rücken schmerzt höllisch. Beinahe täglich, seit dem Unfall vor acht Jahren. Der Notstopp einer Presse in dem Werk, in dem er gearbeitet hatte, hatte eine Fehlfunktion, und eine Verkettung unglücklicher Umstände führte in letzter Konsequenz dazu, dass Willy jetzt, mit 58 Jahren, Frührentner ist. Bandscheibenschaden. Er hatte sein Leben lang hart und ehrlich für sein Geld gearbeitet, jetzt lebt er von Almosen. Jedes mal, wenn s ein Rücken schmerzt, oder das Taubheitsgefühl in sein Bein zurückkehrt, wird er daran erinnert. Immerhin hat er keine Kinder, denen jetzt der vollwertige Vater fehlt. Zumindest das hat er besser gemacht, als sein Vater. Den Rest des Beitrags lesen »


Ehrliche Liebe

Samstag, 30. Mai 2009

Ehrliche Liebe

Von Axel Baumgart

Mir ist egal, was andere in Dir sehen. Ich habe mein eigenes Bild von Dir. Du bist einzigartig. Dafür liebe ich Dich. Du bist nicht wie die Masse, kommst nicht aus ihr, sondern hebst Dich ab von ihr. Nichts an Dir ist wie bei anderen.

Natürlich hast Du auch Fehler, kleine, verzeihliche. Die Unordnung und der Hang zur Besserwisserei. Und große, über die ich hinwegsehe, sie ignoriere, weg lüge. Weil ich Dich liebe.

Ich liebe Dich für alles, was Du bist. Tolerant, empfindsam, ausgleichend. An Menschen und besonders an Freundschaften interessiert. Du pflegst und hegst sie. Großherzig, humorvoll, verzeihend.

Ich liebe Dich für alles, was Du nicht bist. Anmaßend, berechnend, ausnutzend. Niemals habe ich Dich manipulierend oder gar hinterhältig erlebt.

Du bist mein bester Freund, schärfster Kritiker, größter Fan. Du bist die heilige Hure, Gott und Göttin, Sünde und Vergebung, Himmel und Hölle. Weil ich Dich Liebe. Den Rest des Beitrags lesen »


Was man sich so alles gefallen lassen muss …

Montag, 16. Februar 2009

Eine Veröffentlichung eines Textes im Internet ist keine Vervielfältigung. Habe ich gelernt. Zum Glück. Ich war ja so dumm. Ich dachte, dass Internet würde man verwenden, um Informationen schnell vielen Leuten zur Verfügung zu stellen. Aber das Internet vervielfältigt eine Information oder einen Text nicht 😉 . Habe ich jetzt gelernt. Aber von vorne:

In den letzten Tagen habe ich festgestellt, dass auf einer privaten Homepage mehrere Geschichten von mir ohne meine Genehmigung veröffentlicht waren. Meiner Bitte diese zu entfernen wurde umgehend entsprochen. Soweit so gut. Keine Meldung. Ende der Geschichte. Dachte ich.

Dummerweise habe ich den Grad der Erkenntnis bei den Textdieben eindeutig überschätzt. Nur, weil ich meine Geschichten unter

www.axel-baumgart.de

kostenlos ins Internet stelle, und auch einen Download-Link anbot, waren die Betreiber dieser Homepage der Meinung, dass mein Urheberrecht nun hinfällig sein, und sie nun mit den Texten nach Belieben verfahren könnten. In meinem Gästebuch musste ich lesen, dass meine Copy-Right Regeln „idiotisch“ und „beknackt“ seien, und dass ich Menschen „kriminell“ machen würde.

Um dies zu belegen, haben diese Herrschaften noch schnell meine Copy-Right Regeln – natürlich ohne meine Zustimmung – auf ihrer Seite veröffentlicht. Stellungnahmen von mir in dem Gästebuch dieser Seite wurden – selbstverständlich – nicht veröffentlicht. Im Gegenzug wurde von mir erwartet, dass ich auf meiner Kindergeschichtenseite doch bitte nicht auf ihre Seite verweise. Wiederholt wurde unrichtigerweise behauptet, dass eine Verlinkung zu genehmigen sei (hierzu unten mehr). Es hieß, mit der Erwähnung der Internetseite würde ich den Namen der betreffenden Familie nennen. Nun, ich habe mir diese Internetadresse ja nicht ausgesucht und habe auch nicht vor, die einzelnen Bestandteile zu analysieren. Ich gebe sie nur wieder, wie sie ist. Oder ob es da jemandem peinlich ist, zu dem zu stehen, was er so von sich gibt …

Dabei ist diese Seite sehr interessant und lehrreich, denn unter Den Rest des Beitrags lesen »


Flug durch den Nebel

Dienstag, 10. Februar 2009

Flug durch den Nebel
Von Axel Baumgart

Eine weiße Wand. Wobei Wand nicht stimmt. Eine Wand ist konkret. Sie ist da. Fassbar. Dieses weiß ist unfassbar. Unbegreiflich. Einfach nur da. Es läßt keinen Raum für etwas anderes. Es gibt nur drinnen. 136 fremde Leute, die ihre Sicherheit, ihr Leben einem anderen Fremden anvertrauen. Und draußen. Unfassbar weiß.

Zeit und Raum gibt es nur drinnen. Draußen ist weiß. Es ist still. Drinnen hört man die Stille, draußen sieht man sie. Nur die Motoren und das Rascheln der Zeitungen. Ab und an ein Ding, manchmal ein Dong. Das Weiß ist nicht kalt und nicht warm. Es blendet nicht. Nur weiß. Ein Getränkewagen drinnen zerreißt brutal die Stille. Kaffee bitte. Mit Milch.

Die Störung entfernt sich. Wieder innere und äußere Stille. Wie groß weiß wohl ist? In Stunden, Metern, Litern? Kein Anfang, kein Ende. Plötzlich war es da und blieb. Den Rest des Beitrags lesen »