Was man sich so alles gefallen lassen muss …


Eine Veröffentlichung eines Textes im Internet ist keine Vervielfältigung. Habe ich gelernt. Zum Glück. Ich war ja so dumm. Ich dachte, dass Internet würde man verwenden, um Informationen schnell vielen Leuten zur Verfügung zu stellen. Aber das Internet vervielfältigt eine Information oder einen Text nicht 😉 . Habe ich jetzt gelernt. Aber von vorne:

In den letzten Tagen habe ich festgestellt, dass auf einer privaten Homepage mehrere Geschichten von mir ohne meine Genehmigung veröffentlicht waren. Meiner Bitte diese zu entfernen wurde umgehend entsprochen. Soweit so gut. Keine Meldung. Ende der Geschichte. Dachte ich.

Dummerweise habe ich den Grad der Erkenntnis bei den Textdieben eindeutig überschätzt. Nur, weil ich meine Geschichten unter

www.axel-baumgart.de

kostenlos ins Internet stelle, und auch einen Download-Link anbot, waren die Betreiber dieser Homepage der Meinung, dass mein Urheberrecht nun hinfällig sein, und sie nun mit den Texten nach Belieben verfahren könnten. In meinem Gästebuch musste ich lesen, dass meine Copy-Right Regeln „idiotisch“ und „beknackt“ seien, und dass ich Menschen „kriminell“ machen würde.

Um dies zu belegen, haben diese Herrschaften noch schnell meine Copy-Right Regeln – natürlich ohne meine Zustimmung – auf ihrer Seite veröffentlicht. Stellungnahmen von mir in dem Gästebuch dieser Seite wurden – selbstverständlich – nicht veröffentlicht. Im Gegenzug wurde von mir erwartet, dass ich auf meiner Kindergeschichtenseite doch bitte nicht auf ihre Seite verweise. Wiederholt wurde unrichtigerweise behauptet, dass eine Verlinkung zu genehmigen sei (hierzu unten mehr). Es hieß, mit der Erwähnung der Internetseite würde ich den Namen der betreffenden Familie nennen. Nun, ich habe mir diese Internetadresse ja nicht ausgesucht und habe auch nicht vor, die einzelnen Bestandteile zu analysieren. Ich gebe sie nur wieder, wie sie ist. Oder ob es da jemandem peinlich ist, zu dem zu stehen, was er so von sich gibt …

Dabei ist diese Seite sehr interessant und lehrreich, denn unter

http://home.arcor.de/aleshanee.westhoff/fuer-aleshanee-verboten.htm

kann man lesen, dass sie meine Geschichten nicht vervielfältigt haben. Zitat: „Wir haben nichts vervielfältigt.“ Da frage ich mich ganz spontan, was eine Veröffentlichung im Internet wohl sonst sein könnte?!? Aber nein, eingangs schrieb ich ja, ich hätte hinzugelernt …

Ich habe noch nie eine höfliche Anfrage zur Verwendung einzelner Geschichten auf privaten Hompages abgelehnt, habe meine Geschichten unentgeltlich für verschiedene Hörspielprojekte zur Verfügung gestellt und nehme bei der Freigabe der Geschichten sogar einen Google-Downgrade wegen „Duplicate Content“ in Kauf. Aber wenn mich jemand so uneinsichtig anspricht, dann kann ich auch relativ stur sein.

Oh, gerade habe ich im Zusammenhang mit meiner Kindergeschichtenseite auch noch das Wort (Zitat:) ) „unseriös“ gelesen. Auf der oben genannten Seite. Ich lade jeden ein, sich auf meiner Seite vom Gegenteil zu überzeugen. Interessant ist übrigens, dass wenige Zeilen unter der Einstufung als „unseriös“ noch von meinen ZITAT „wunderschönen Geschichten“ gesprochen wird. Passt in das Gesamtbild, finde ich …

Axel

PS: Falls sich jemand für das Thema „Genehmigung von Verlinkungen“ interessiert, der kann hier einmal nachlesen, was erlaubt und was verboten ist:

Deep-Links sind ohne Genehmigung erlaubt

Definition Deep-Links

Fazit: Textklau ist verboten, Links zu setzen ist erlaubt. Vom Gesetzgeber.

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6 Responses to Was man sich so alles gefallen lassen muss …

  1. MAIK sagt:

    Tut mir echt leid, dass Du so einen Ärger hast. Sieh es mal so: Manche verstehen einfach nicht, dass sich im Recht fühlen nicht auch automatisch heißt, Recht haben. Und wenn man noch so lange rumstänkert, wird aus einem Fehler noch lange nichts, was richtig ist. Ich verstehe nicht, warum man so blöde reagiert, wenn mann höflich auf einen Fehler aufmerksam gemacht wird.

  2. Carsten sagt:

    Hallo Axel,

    ich staune doch immer wieder, welche amüsanten Blüten die Ansichten (und das Verhalten) anderer Leute so treiben können.
    Erst fremdes Eigentum verballhornen und sich dann auch noch aufregen.
    Ts…
    Da kann man wirklich nur mit dem Kopf schütteln.

    Gruß
    Carsten

  3. Hallo Maik, hallo Carsten,

    vielen Dank für Eure Kommentare. Ich fand es schon sehr ungewöhnlich, wie aus „Wunderschönen Kindergeschichten“ eine „unseriöse“ Webseite werden konnte, nur aus fehlender Einsicht in das eigene Fehlverhalten …

    Beste Grüße
    Axel

  4. Mike sagt:

    Just passing by.Btw, you website have great content!

    ______________________________
    Don’t pay for your electricity any longer…
    Instead, the power company will pay YOU!

  5. Krypskytter sagt:

    Hallo Axel,
    ich hab nur ein wenig quer gelesen auf der (sagen wir mal interessant designten) Homepage.
    Aber so wie es diese Jenny schreibt hat sie Dich doch als Autor angegeben? Wenn dem so war, dann verstehe ich nicht ganz warum Du Dich stur gestellt hast?
    Zugegebenermaßen ist der Ton den sie bei Deiner Verlinkung anschlägt ziemlich unverschämt & bissig. Da würde ich ihr auch keine Erlaubnis mehr geben. Wie kommt es denn zu diesem Ton? Klingt ein wenig so als hätte sich da eine Kleinigkeit (warum auch immer?) hochgeschaukelt. Wäre doch sicher kein Problem gewesen ihr im Nachhinein eine Erlaubnis zu geben, wenn sie höflich nachgefragt hätte, oder?
    Grüße
    Kryps

    P.S.: Muss man das mit dem Urheberrecht auf seine Homepage angeben? Ich dachte das wäre rechtlich automatisch so?

  6. Hallo Kryps,

    es ist richtig, dass sie mich als Autor genannt hatte. Aber ich behalte mir das Recht vor, zu entscheiden, welche und wie viele Texte von mir wo veröffentlicht werden. Üblicherweise genehmige ich 1-3 Geschichten, um dann die Leser von der fremden Seite dort auf meine eigene Seite zu „locken“. Auf der erwähnten Seite von J.W. waren aber deutlich mehr Geschichten von mir verwendet worden.

    Bei einer Entschuldigung und einer höflichen Frage anschließend hätte es überhaupt kein Problem gegeben. Aber in verschiedenen Privatmails und ICQ Chats habe ich versucht, J.W. auf die Rechtslage hinzuweisen und habe unter anderem versucht, sie über das Risiko aufzuklären, welches sie bei unerlaubter Verwendung fremder Texte eingeht. Die Antwort war Hohn, Spott und Zynismus. In der direkten Kommunikation, in meinem Gästebuch und ihrer Homepage. Ab einem bestimmten Punkt wollte ich dann auch nicht mehr einlenken.

    Du hast Recht, man muss die Copyright Regeln nicht auf seiner Seite erklären, sie gelten sowieso. Ich habe es getan, um die Zusammenarbeit und die Verwendung meiner Geschichten zu erleichtern, falls sich jemand nicht so gut auskennt. Aber auch reicht offensichtlich nicht in jedem Fall …

    Beste Grüße
    Axel

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