Fips und Fienchen im Radio

Mittwoch, 27. Februar 2008

Heute Morgen war es soweit: „Fips und eine Schüssel voll Milchreis“ wurde von Radio Frei gesendet. Wirklich schön gemacht. Ist schon ein irres Gefühl, seine eigenen Geschichten im Radio zu hören  :-))) .
Radio Frei wird mir die MP3 Dateien zur Verfügung stellen, damit ich sie auf meine Kindergeschichten-Seite einbinden kann.

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Kurzgeschichte: Die Anderen

Sonntag, 17. Februar 2008


Die Anderen
Von Axel Baumgart

Der Feuerwehrmann kämpft mit den Tränen. Erbarmungslos zoomt die Kamera auf den Tropfen, der sich aus dem Augenwinkel löst. Das ist genau die Art von Bild, die die Reporterin sucht. Das Bild muss eine Geschichte erzählen, die über die eigentliche Meldung hinausgeht. Etwas, was die Nachrichtensender der Konkurrenz nicht bringen.

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Dialog: Typisch deutsch

Mittwoch, 6. Februar 2008

Typisch deutsch [eine Spielszene für zwei Personen]
Von Axel Baumgart

In einer mitteldeutschen Kleinstadt sitzen zwei Männer im Wartezimmer eines Arztes. Der erste hat einen Kopfverband, deutlich erkennbare Hämatome im Gesicht und ein geschwollenes Auge. Er hat braune Haare, trägt eine Jeans und ein kariertes Hemd. Er ist etwa 50 Jahre alt. Der zweite ist blond, hat ein weißes Hemd und eine Stoffhose an und ist um die sechzig. Er hat keine auf den ersten Blick erkennbare Krankheit, sitzt aber mit krummen Rücken etwas schief auf dem Stuhl. Der blonde Mann beugt sich zu dem anderen Patienten und beginnt zu sprechen:

„Der Doktor hat ja wirklich einen guten Ruf.“

„Hm …“

„Da wartet man doch gerne etwas länger.“

„Hm …“

Der Patient mit dem Kopfverband nimmt sich eine Zeitung und beginnt zu lesen.

„Ich bin schon drei Jahre Patient hier. Und davor bei seinem Vorgänger. Aber der hat meine Rückenprobleme nie in den Griff bekommen.“

„Hm …“

Der Patient mit dem krummen Rücken ignoriert den offensichtlichen Wunsch des anderen Patienten zu lesen und redet weiter.

„Jahrelang hat der rumprobiert und keine Lösung gefunden. Na ja, war halt auch ein Italiener. Vielleicht sind die in Italien ja noch nicht so weit mit der Medizin.“

„Hm …“

„Mein Zahnarzt hat einen Patienten, der ist Spanier. Oder Portugiese. Macht ja eh fast keinen Unterschied. Der ist auch nie zufrieden mit seinen Zähnen und Kronen. Die verstehen eben einfach nicht, wie moderne Medizin funktioniert.“

„Hm …“

„Egal ob Griechenland, Türkei oder die ganzen anderen ehemaligen Ostblockländer, die sind auch ganz allgemein noch nicht so weit wie wir.“ Der immer noch lesende Patient dreht dem Sprecher etwas den Rücken zu, in der Hoffnung, in Ruhe gelassen zu werden. Vergebens. „Drum sind ja auch so viele von denen hier. Schauen sich an, wie alles funktioniert, gehen dann zurück und versuchen, uns fertigzumachen. Aber das hat noch nie funktioniert.“

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Dialog: Wie der Sand zwischen meinen Fingern

Montag, 4. Februar 2008

Wie der Sand zwischen meinen Fingern

Von: Axel Baumgart

„Jetzt liegen wir schon den ganzen Vormittag am Strand und haben noch kein Wort gesprochen.“

„Aber man muss doch nicht immer reden, oder? Ich finde es auch ‚mal schön, nichts sagen zu müssen.“

„Aber wir reden gar nicht mehr. Gestern und die Tage davor haben wir auch hier gelegen und nichts gesagt.“

„Aber wir haben doch abends geredet. Wir haben überlegt, ob wir im Hotel essen oder weggehen. Wir haben besprochen, was wir heute machen. Ich hab vorgeschlagen, einen Mietwagen zu nehmen und die Insel zu erkunden. Du wolltest aber lieber wieder an den Strand. Wir reden doch.“

„Ja, wir bereden Dinge, aber wir reden nicht richtig miteinander.“

„…“

„Warum sagst du nichts?“

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Haberkorn Kurzkrimi: Best Mord in Town

Montag, 19. November 2007

Heute habe ich meinen zweiten Kurzkrimi auf meiner Krimiseite www.kurz-und-tot.de veröffentlicht. Der Titel lautet: „Best Mord in Town“. Ein Toter an einer Currywurstbude? Ultrascharfe Currywürste? Gibt es da einen Zusammenhang? Oder war es doch etwas anderes? Findet es heraus auf

www.kurz-und-tot.de

Viel Vergnügen beim Lesen wünscht

Axel


Dialog: Der Bewerber

Dienstag, 23. Oktober 2007

Der Bewerber

Von: Axel Baumgart

„Na, dann erzählen Sie doch ´mal, was Sie so bisher gemacht haben!“

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Drabble: Einfach weg

Mittwoch, 15. August 2007

Und noch ein Drabble-Versuch:

Einfach weg

Sie wollte weg, einfach weg von Alltag und Familie. Mutterseelen allein in der Einsamkeit der kanadischen Wälder. Genauso hatte sie sich den Urlaub vorgestellt. Kein Nachbar, kein Supermarkt. Vorräte waren vorhanden, für Holz zum Heizen und Kochen musste sie selber sorgen. Die Arbeit gefiel ihr und die Anstrengung tat ihr gut. Die Säge war scharf und die Axt blitzte in der Sonne.

Ganz harmlos hatte der Kratzer zuerst ausgesehen. Als er dann rot und warm wurde, glaubte sie noch, dass frisches Wasser und Aspirin helfen würden. Jetzt war der Fuß fast schwarz und roch komisch. Er musste weg, einfach weg.